Die Frage des Formates RAW oder JPG
Nachdem Ich jetzt auch schon ein paar Wochen die Nikon D90 habe stellt sich so langsam die Frage welches Format?
Vorher gab es diese Frage nicht da meine vorherigen Digitalkameras nur JPG konnten. Erstmals bin Ich mit der Powershot S5 und der CHDK firmware mit RAW in Kontakt gekommen. Allerdings war dies nur ein Pseudo RAW Format. Viel zu umständlich war der Workflow daraus ein DNG zu bekommen und am Ende fehlten auch noch die IPTC Daten.
Jetzt habe Ich aber die Wahl. Im Moment fotografiere Ich mit beiden Standards RAW und JPG. Nachdem Ich mich nun ein bischen genauer mit der Materie beschäftigt habe spricht für mich eigentlich nichts mehr für JPG.
Der Workflow bei meiner Nikon D90 ist recht unkompliziert. Ich imporitere die RAW (.NEF) Dateien mit dem Nikon Transfer Tool und wandele diese dann mithilfe von Adobe DNG Converter in DNG Dateien um. Diese Dateien können dann von den verschieden Bildbearbeitungsprogammen wie z. B. Iphoto, Ligthroom und Aperture gelesen werden.
Die Dateigröße gegenüber JPG ist gar nicht so gravierend. Bei den JPG Dateien liege Ich ungefähr bei 5 MB. Bei DNG bin Ich da bei 7 bis 9 MB (je nachdem wie stark die verlustfreie kompression ist). Also wirklich nicht so wild. Bei dem günstigen Festplattenplatz kein wirkliches Argument für JPG. Allerdings schaut es auf der Kamera anders aus. Hier hat das Nikon RAW (.NEF) einen doppelten Speicherverbauch. Für mich aber auch nicht weiter schlimm weil Ich auf eine 4 GB dennoch um die 220 Bilder drauf bekomme. Da verbrauchen Filmsequenzen schnell mal mehr Speicherplatz.
Der Unterschied RAW und JPG ist gravierend. Bei der Nikon D90 gibt es ja nur ein 12-Bit Raw Format, das hat aber gegenüber dem 8-Bit Jpg dennoch die Nase vorne. Hinzu kommt natürlich das RAW verlustfrei ist und die Kamera mit dem Rohmaterial noch nichts dran gedreht hat. Somit hat man die Möglichkeit das Bild zu bearbeiten wie man es will und immer wieder neue Abzüge davon machen. Das kann man mit JPG auch, aber man verliert immer mehr Details.
Sicherlich hat Jpg eine Menge Vorteile und für einfache Fotos wie z.B. für ebay ist das auch zweckmäßig, aber Ich benutze jetzt nur noch RAW bzw DNG. Wenn Ich die Dateien nicht weiter bearbeite dann habe Ich die Farbeinstellungen der Kamera oder Ich mache die Bilder hübscher und kann dies mit geringen Zeitaufwand tun. Allerdings kommen dann neue Grenzen auf. Monitore können ganz verschiedliche Farbdarstellung haben. Ich hatte ein Bild mal längere Zeit bearbeitet das es auf meinen Macbook Pro farblich passt und dann schaue Ich das Bild auf einen anderen TFT an und bin von dem Ergebnis nicht mehr so ganz überzeugt. Aber das ist dann eher ein generelles Problem :o
Iphoto kommt übrigends sehr gut mit DNG zurecht. Geschwindikgeitsmäßig werden die DNG ein bischen langsamer als die JPG angezeigt. Dies ist aber noch vernachlässigbar. Mit meinem Iphone kann Ich trotzdem die Bilder synchronisieren da bei der Synchronisation sowieso immer neue (kleinere) Bilder generiert werden. Auch der export nach Flickr und Facebook bereitet mit den Plugins keine Probleme :D
