Mehr Geschwindigkeit für WordPress – Teil 1: Caching
Ich war dem Caching bis jetzt immer sehr kritisch eingestellt, da man doch mit einigen Einschränkungen leben muss. Ich wollte es aber noch einmal Wissen und habe mal 3 Caching Plugins für WordPress getestet.
Wordpress baut die Seiten dynamisch auf. Da PHP nicht sehr schnell ist und auch Datenbankabfragen sehr viel Zeit und Rechenpower benötigen gibt es die Idee: Wieso nicht einfach die fertig generierten WordPress Seiten auf dem Webserver zu speichern anstatt diese immer wieder neu zu generieren? Das spart Zeit und Rechenpower. Hört sich doch Super an oder nicht?
Folgende 3 Plugins habe ich mal getest:
Hyper Cache verspricht der feuchte Traum jedes Blogbesitzers zu sein. Wie schrie schon Scooter mal…Hyper, Hyper
Die Installation ging wirklich sehr leicht und es musste auch nicht viel konfiguriert werden. Die ersten Tests liefen auch sehr positiv. Unter Safari und Firefox war der Seitenaufbau schnell und man merkte schon eine Steigerung der Performance. Als ich aber dann unter Internet Explorer meine Seite aufgerufen hatte kam der Schock. Ich habe nur komische Zeichen gesehen. Ich hatte mehrere Konfigurationen getestet, aber immer mit dem gleichen Ergebnis. Somit flog das Plugin auch schnell wieder von meinem Webserver herunter.
Auch wenn ich Safari und Firefox bevorzuge gibt es immer noch einige die den Internet Explorer benutzen. Deswegen auf eine Menge Besucher verzichten ist auch keine gute Idee
WP Super Cache ist wohl das bekannteste Caching Plugin für WordPress. Hier ist die Installation schon ein bisschen kniffliger. Funktioniert aber dennoch einigermaßen problemlos. Mein Ergebnis beim testen war aber katastrophal. Die Seiten bauten sich in keinem Browser mehr auf, weil es jedes mal zu Fehlern gekommen ist. Egal ob ich Safari, Firefox oder Internet Explorer benutzte. Das Plugin ist auch schnell wieder von meinem Webserver herunter geflogen.
1 Blog Cacher war das letzte Caching Plugin, dass ich getestet hatte. Das Plugin ist nicht das neuste, aber machte einen interessanten Eindruck. Die Installation war schon ein bisschen kniffliger. Die PHP Skripte mussten auf dem Server an die richtige Stelle geschoben werden. Nach der Aktivierung des Plugins war aber das Ergebnis auch sehr ernüchternd. Einige Plugins haben nicht mehr funktioniert und manche Single Posts wurden einfach nur zur Hälfte angezeigt. Die Funktionsweise ist ähnlich von WP Super Cache.
Mein Fazit zum Caching:
Für mich ist das Caching des Blogs immer noch keine Lösung um die Geschwindigkeit zu steigern. Es müssen einfach zu viele Nachteile in kauf genommen werden. Da ich viel effektivere Methoden gefunden habe die Geschwindigkeit zu steigern, habe ich mich vom Caching ganzer Seiten auch schon verabschiedet.
Eine Alternative zum Caching der Seite auf dem Server ist dass Cachen der Seite beim User. Hier wird eine interessante Möglichkeit aufgezeigt, wie man dass machen kann. Da ich es aber noch nicht ausprobiert habe kann ich leider nichts dazu sagen.
Dieser Artikel ist einer von vier Teilen, um die Geschwindigkeit bei Blogs zu steigern. Hier kommst du zu dem Hauptartikel und erfährst noch weitere Tipps und Tricks zur Performance der eigenen Webseite zu erhöhen.
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Das komplette Caching kam für mich auch überhaupt nicht in Frage. Wer will schon z.B. falsche Blogstatistiken? Deswegen habe ich mich vor einiger Zeit dazu entschiedene einzelne Teile meines Blogs manuell via PHP Script zu cachen. Mein Footer wird so z.B. nur 1x am Tag upgedated
@Tanja: Danke für den Link. Ich habe im 2. Teil mich mit dem PHP Tunning befasst. Vielleicht kennst du die 2 Tricks ja noch nicht. Die sind auch absolut empfehlenswert. Im dritten Teil gibt es auch noch einen Super Tipp der meine Geschwindigkeit noch einmal um einiges erhöht hatte
Muss ich mir glatt mal ansehen. Ich habe zwar so gar keine Geschwindigkeitsprobleme, sondern mich hat nur die Masse der Datenbankabfragen genervt, die für jeden Seitenaufruf immer wieder neu generiert werden und größtenteils doch gar nicht notwendig sind.
Ist auch so ne SAche … habs bis heute noch nicht ausprobiert.. und denke mal nicht , dass ich es in absehbarer Zeit noch werde. Zumal solcher Probleme, wie Du Sie beschriebene hast ..
@Tanja: Du wirst trotzdem angenehm überrascht sein. Vor allem wenn du dadurch die CPU Load senken kannst. In ein paar Monaten, wenn du dann viel mehr Besucher als jetzt hast wirst du es dann merken. Für die Datenbankabfragen und dar Tunning gibt es Morgen ein paar Tipps und tolle Plugins
@Seba: Irgendwann wirst du auch mit den Problemen konfrontiert sein. Es kann nie schaden schon mal ein bisschen vorzusorgen, damit man nicht in solche Probleme rein läuft
Da hast Du schon recht … allerdings habe ich es eben bis dato, aus den Dir beschriebenen Gründen nicht gemacht!
Erinnere mich aber, das Robert auf seinem einstigen Basic Thinkin Blog.. diesen WP Cache Plugin aktiviert hat.. und damit zufrieden war…
@Seba: Stimmt der Basic Thinking Blog hatte auch mal dazu eine Serie, wie man die Performance steigern kann. Für mich war leider das Plugin ja nichts.
Nette Artikelserie
Noch etwas zum Thema Cache / Browser-Cache:
Vor ein paar Wochen gab es Diskussionen zu mod_deflate und mod_expires, hatte ich seinerzeit drüber geschrieben. Besonders durch die Komprimierung konnte ich persönlich einiges optimieren bzw. die Ladezeit verbessern.
WP-Supercache klappt prinzipiell bei mir, allerdings funktionieren einige dynamische Plugins dann nicht mehr – bei mir z.B. die Landingsites für SuMa-Besucher…
@Marc: Danke und auch vielen Dank für die zahlreichen Kommentare ^_^
Komprimierung kommt noch im letzten Teil, aber danke für den Link. Den Trick kannte ich noch gar nicht, aber da kannte ich auch noch nicht deinen Blog