21. Juli 2009
Lifestyle

Einmal bitte die Ohren durchblasen

Ich durfte mal live miterleben, wie es ist, wenn man nichts, oder nur schlecht hört. Und es ist wirklich nicht schön. Eines Morgens als ich frisch aus der Dusche komme ist es passiert. Mein eines Ohr war total dicht und ich hab nur noch Mono gehört. Dazu kam noch ein Gefühl, dass ein Fremdkörper im Ohr wäre. Natürlich hat sich erst einmal Panik breit gemacht, weil man ja nicht wußte was nun los ist.

Zum Glück gibt es in der heutige Zeit ja Google und man konnte eine Erstdiagnose machen. Aber diese war nicht sehr hilfreich. Da war die Rede von gerissenen Tommelfell und Mitterlohrentzündungen. Ich habe schon aufgehört zu lesen, weil ich mich vom einen zum anderen Horrorszenario geklickt habe.

Also dann doch ohne Umschweife zum HNO Arzt. Hier war die Diagnose schnell und präzise. Die Lauscher mussten mal kräftig durchgespühlt werden. Aber nicht so mit einer Spritze Wasser, wie ich es im Biologie Unterricht in der 7. Klasse in einem Lehrfilm gesehen hatte. Nein ein richtiger Schlauch, der an einer Maschine angeschlossen ist wurde in mein Ohr geschoben. Ein wirklich unangenehmes Gefühl. Man dachte es haut einem gleich mal des Trommelfell raus. Ich möchte gar nicht Wissen, ob man damit dann auch Darmspülungen machen kann und wie es sich dann so anfühlen würde :-D

Nachdem meine Lauscher die Komplettreinigung unbeschadet überstanden hatten, kann ich jetzt wieder wunderbar hören. Selbst den Flügelschlag eines Schmetterlings kann wieder von mir wahrgenommen werden. Ja denn eigentlich habe ich sehr gute Ohren und selbst die exzessiven Discobesuche in meiner wilden Jugend haben sie nahezu unbeschadet überstanden :-)

Das nächste mal, dann doch lieber statt Google gleich zum Arzt.

Bleibt nur noch zu sagen immer schön die Ohrwatscheln sauber halten und am besten keine Wattestäbchen benutzen!  Die Ohren reinigen sich auch ganz gut von alleine und mit den Q-tips schiebt man sich eigentlich nur den Dreck rein. Nur in den seltensten Fällen kann sich das Ohr nicht selber reinigen. Was wohl jetzt bei mir der Fall war, aber wenn das nur alle 33 Jahre passiert, dann kann man es ja noch verkraften. Ich habe in manchen Foren gelesen, dass sich manche zweimal im Jahr so eine Ohrspülung können.

Es gibt auch in Apotheken verschiedene Kits um selber Ohrspülungen durchzuführen, aber beim Arzt kostet es nichts (ausser die 10 Euro im Quartal) und man kann sicher sein, dass es ein Fachmann macht. Ich habe es ja miterleben dürfen, wie es ist mal kaum was zu hören und das ist kein schönes Gefühl. Es ist zwar schön ruhig, aber dafür bekommt man auch kaum noch was mit.

Also immer schon auf die Lauscherchen achten :thumbsup:


Trackbacks {1}

  1. Kim


    Die Variante mit dem Loch im Trommelfell kenne ich wiederum und ich muss dir sagen: Ist garnicht so wild, wie man denkt. Schmerzen hatte ich keine, war nur eben taub auf dem Ohr. Als das Ganze dann wieder zugewachsen ist, hatte ich zunächst für 1-2 Tage das Gefühl, ich hätte eine Phasenverschiebung zwischen links und rechts, weil irgendwie das “sychrone Timing” nimmer da war. Nach 2 Tagen jedoch hatte ich nur noch das Problem, dass ich bei den Höhen unheimliches “Klirren” empfand, was meine HNO-Ärztin auf die Verkrustung des Trommelfells zurückführte… ich glaube, in 2 Wochen oder so war das Thema dann auch komplett überstanden.


  2. Dass man Ohrenstäbchen nicht benutzen sollte, hört man ja immer mal wieder.
    Aber wenn ich diese nicht 2x wöchentlich verwende, fallen mir ja schon die Krümel aus den Ohren. Aber wie du schon sagtest, alle 33 kann man das auch mal professionell erledigen lassen.


  3. Ja, genau das gleiche Szenario habe ich auch vor ein paar Jahren durchleben dürfen ;)
    Wirklich nicht grad angenehm. Allerdings fand ich es auch gewöhnungsbedürftig nach dem Arztbesucht. Dann kommt es einem nämlich so vor, als würde man auf dem besagten Ohr auf einmal viel besser hören als auf dem anderen :D

  4. hat zuletzt gebloggt: RSS… was?

    Du gestehst also gerade ein, dass Du dir nie die Ohren gewaschen hast! Ferkel :grin:

    So eine Ohrspülung beim HNO kann man echt kostenlos machen?! Wie so eine prof. Zahnreinigung, einmal im Jahr oder so?


  5. @Kim: Da hast du ja einiges hinter dir gehabt. Auch wenn es so glimpflich abgelaufen ist und wieder alles in Ordnung ist, bin ich doch ganz froh, dass es nichts schlimmeres war.

    @stopherl:Ich habe mal gelesen, dass es beim Duschen reicht, wenn man sich mit dem Duschkopf indirekt einen Ohrenspülung macht. Wenn man die Ohrenstäbchen richtig benutzt, dann stellen sie ja keine Gefahr da. Ja ich hoffe ich muss jetzt die nächsten 33 Jahre nicht wieder eine Ohrenspühlung fällig ist.

    @Nils: Aus diesem Grund habe ich mir auch gleich mal alle Ohren durchspülen lassen. Wenn dann schon gescheit.

    @Marc: Haha, natürlich wasche ich immer meine Ohren ;-) Aber eine Tiefenreinigung soll man ja eh nicht machen und da war das Problem. Na mit einer professionellen Zahnreinigung hat das ja nichts zu tun und es dauert ja auch nur 5 Minuten + X fürs Wartezimmer. Er schaut sich dann schon die Lauscher an und sieht ja dann was Sache ist. Wieso möchtest du dir jedes Jahr einen Einlauf äh Ohrenspülung können :cool:

  6. hat zuletzt gebloggt: RSS… was?

    @hombertho – Freundin sagt, ich höre nie auf sie! Vielleicht wird”s mit einer Spülung besser :pistolen:

  7. hat zuletzt gebloggt: Farbe bekennen 2010 – gold

    Das Innenohr reinigt sich ja eigentlich von selbst. Mit dem “Wattestäbchennachschub” wird es eben nicht fertig. Dieses Problem hatte ich auch schon. Mein Arzt hat mir auch empfohlen, öfter ein Bad zu nehmen, die Ohren einige Minuten unter Wasser zu halten. Duschen alleine bringts auch nicht …
    LG Isabella.


  8. @Marc: Also ich glaube das liegt an was anderem ;-)

    @Isabella: Das beruhigt mich ja ein bisschen, dass ich nicht der einzige bin, der mal das Problem hatte. Ja ich denke nur mal mit dem Duschstrahl ist erstens nicht so geschickt und wird auch nicht viel bringen. Von den Wattestäbchen wird ja überall davon abgeraten bzw das man damit nur die Ohrmuscheln sauber machen soll.


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