Backup auf USB Stick – Sinnvoll oder Wahnsinn?
Aktuell bin ich nach einer passenden Backup Lösung für meinen Server. Mein System läuft bereits auf Raid 1 und ist somit schon redundant ausgelegt. Geht eine Platte kaputt, dann ist es weiter nicht schlimm und das System läuft weiter. Aber dennoch ersetzt Raid 1 kein Backup. Geht was schief bei einer Schreiboperation, oder löscht man schlicht und einfach nur aus Versehen eine Datei oder ein Verzeichnis und schon ist der Ärger über den Verlust groß.
Gerade meine Mails und WordPress Datenbank sind mir sehr wichtig. Wären alle Artikel und Kommentare weg ist das definitiv ein Koletaralschaden. Der Alptraum eines jeden Bloggers! Die ganze Mühe umsonst und man fängt praktisch bei 0 wieder an. Wenn das nich ein Grund ist alles hinzuschmeißen und gleich komplett aufzugeben.
Damit es bei mir nicht so weit kommt habe ich mich nach den aktuellen Möglichkeiten eines Backups umgeschaut. Zusätzliche SCSI Platten wären sicherlich die einfachste Lösung, aber diese sind nicht gerade billig und verbrauchen viel Strom. Eine externe Platte würde sich als Alternative anbieten. Aber wieso denn nicht einen USB Stick für eine Datensicherung nehmen?
Im Netz habe ich mich mal nach Erfahrungen umgeschaut, aber leider scheint diese Idee noch nicht so oft eingesetzt zu werden.
Dabei liegen doch die Vorteile ganz klar auf der Hand:
- Sparsam
- Klein
- Robust, da keine Mechanischen Teile
- Geringe Zugriffszeiten
- Leise
Auf der anderen Seite die Nachteile:
- Teuer GB Preis
- Begrenzte Kapazität (USB Sticks gibt es im moment bis maximal 64 GB)
- Langsam
- Begrenzte Lebensdauer ( 100.000 Schreib- Lesezyklen)
Da mich die Idee nicht los lässt habe ich mich mal informiert und bei ebay für 26 Euro inlusive Versandkosten einen 32 GB USB Stick ersteigert.
Der 32 GB USB Stick hat gerade mal die größe eines Fingernagels und schaut im Vergleich zu einem USB Kabel lächerlich klein aus:
Es ist wirklich wahnsinn, was da so auf kleinsten Raum gespeichert werden kann. Somit ist der USB Stick schon fast zu schade, dass er einfach so im Server sein da sein fristen muss. Vielleicht bestelle ich mir noch einen zweiten, der dann an den Schlüsseblund kommt
Wird der USB Stick angesteckt, dann leuchtet er auch in einem schönen Blau
Okay aber da es mir auch nicht um die Optik sondern nur rein um die Funktionalität geht jetzt mal aufs wesentliche
Wie erwartet sind die Zugriffswerte leider ein bisschen mager

Aber für ein Backup absolut ausreichend. Der Cron Job, der die Dateien kopiert fängt bei mir um 1 Uhr Nachts an und da kommt es nicht drauf an ob der Job jetzt 20 oder 30 Minuten dauert
Mein Fazit:
Sicherung auf einen USB Stick ist durchaus eine gute Alternative, wenn man nich ganze Fotoarchive sichern will. Wie lange der Stick halten wird, zeigt sich dann wohl erst im Langzeittest.
Verbaut sind Samsung Chips, aber der Händler meinte, dass über 70% aller Speicherchips von USB Sticks von Samsung kommen. Das muss allerdings auch nicht für Qualität stehen. Der Hersteller hat bestimmt auch 2. oder 3. Wahl bei seiner Produktion.
Bei einem GB von 0,81 Euro ist es mir aber den Versuch Wert und um eine 100% Sicherheit hat man ja leider bei keinem Medium. Abhilfe schafft einfach nur Redundanz und daher sicher ich auch zusätlzich noch einmal wöchentlich auf mein Notbook. Man kann das zwar übertrieben nennen, aber manche Daten sind es einfach Wert, das so viel Aufstand gemacht wird.
Wäre für euch eine Datensicherung auf USB Stick eine Alternative oder findet Ihr, dass Datensicherung eh nur für Weicheier ist?
Falls noch jemand Wissen will, wie der Anbieter bei ebay heißt kann ich leider nur sagen, dass der User nicht mehr angemeldet ist. Wow, da habe ich ja echt Glück gehabt, dass ich noch meine Ware bekommen hatte, nachdem ich ja schon die Woche so ein Glück mit meinem ersteigerten HP Notebook hatte.


Hey,
schöner Artikel, welches Programm hast du denn für den Geschwindigkeitstest benutzt?
Das wäre perfekt um meinen neuen Firewire-Cardreader zu testen
GRuß FLorian
Datensicherung ist immer gut. Per USB-Stick sollte ausreichen, muss aber nicht. Bin ehrlich gesagt sehr gespannt, wie lang der hält. :)
“Der Alptraum eines jeden Bloggers! Die ganze Mühe umsonst und man fängt praktisch bei 0 wieder an. Wenn das nich ein Grund ist alles hinzuschmeißen und gleich komplett aufzugeben.”
Ein Grund wieso mein Blog nicht mehr lebt. Dreckshoster geht einfach offline ohne jede Nachricht oder Antwort. Jetzt sitz ich da, hab zwar ein Backup, dass aber relativ halb und mager ist.
Mal schauen, wann ich meinen Blog wieder ins Leben rufe.
Wieder ein interessanter Artikel von Dir. Und man sieht, das man nicht alleine darsteht mit dem Gedanke “wie sicher ich mir am besten ein Backup bzw. worauf?”.
Dank WordPress und seinen ständigen Aktualisierungen mache ich eh fast jeden Monat ein Backup auf meine Festplatte und ab und zu sicher ich diese dann auch noch auf meine 2te ext. Festplatte. Das sollte dann reichen. Denn wie du schon sagtest, gibt es nix schlimmeres als wenn eines Tages auf einmal alles gelöscht wäre und man wieder bei 0 anfangen müßte.
Aber der 32GB USB Stick ist schon ein gutes Angebot gewesen. Für 26,-€ kann man da wirklich net meckern. Schade das es den Händler nicht mehr gibt. Auf der anderen Seite ziehe ich kleine externe Festplatten mitlerweile vor. Für meine 120GB vom ALDI habe ich gerade mal 64,-€ bezahlt und da kannst du dir sicher sein, dass die auch von der Lese-und Schreibgeschwindigkeit richtig flott sind.
also ich würde meine wichtigen daten nicht einem usb stick anvertrauen. wie oft hört man, oder erlebt es selber das bestimmte teile davon von jetzt auf nachher nicht mehr lesbar sind. also mir wäre es zu unsicher, könnte nicht schlafen^^
Ich hatte bisher nie daran gedacht meine Backups auf einen USB-Stick zu packen (zumindest nicht irgendwelche Serverbackups), aber so doof finde ich die Idee gar nicht, wobei ich dann wohl eher zur SSD greifen würde (hätte ja gerne mal n SSD-Raid, ne nich für Backups).
Aktuell sichere ich noch alle Daten auf dem Backupspeicherplatz der Serveranbieter bzw. auf nem “lokalen” Dateiserver (natürlich auch nochmals via Raid abgesichert… das Ding hat sogar n Bandlaufwerk drinne… nur hat sich noch niemand drum gekümmert das auch mal in Betrieb zu nehmen pfeif). Softwaretechnisch setze ich i.d.R auf Duplicity.
@Flo: Dankeschön. Ich benutze das Programm Xbench http://www.xbench.com/ das ist kostenlos und du kannst noch mehrere Tests machen. Leider wird das Programm seit 2006 nicht mehr weiterentwickelt und wie man aus den Screenshots erkennen kann sollte dass auch immer cached und uncached heißen, aber es ist überall nur uncached. Aber mit dem Programm kannst du wirklich jeden Datenträger testen.
@Chriz: Ja das mit dem USB Stick ist sicherlich auch ein bisschen experimentell, aber mich interessiert es und ich mache ja noch weitere Sicherungen. Das alles auf einmal Kaputt geht ist unwahrscheinlich. Ausser vielleicht bei einem Atomangriff. Aber dann ist mir sowieso alles wurscht :-Das mit deinem Hoster ist echt eine Schweinerei und sehr komisch. Zum Glück hast du die Sicherung daheim, ansonsten wäre ja alles verloren.
@Michael: Danke ich war ehrlich gesagt erst einmal unsicher, ob der Artikel so wie ich ihn geschrieben habe überhaupt verständlich bzw auch gut ist.
Ich sichere meine Datenbank jeden Tag und die Sicherungen lagere ich eben auf der Festplatte aus. Dann jetzt zusätzlich auf den USB Stick und einmal die Woche kopiere ich zusätzlich alles auf meinem lokalen Laptop. So habe ich mindestens eine Sicherung die geht. Bei Programmen, die man aus dem Internet laden kann ist es ja egal, aber bei persönlichen Sachen, die unwiderruflich gelöscht worden sind geht es nicht mehr so einfach. Bei den Bildern sichere ich auch mindestens einmal Redundant auf 1.5 TB Festplatten, die an zwei verschiedenen Orten liegen. Man kann mich crazy nennen, aber lieber zuviel als einmal zu wenig. Ich habe da schon die wildesten Dinge erlebt.
Vielleicht hat sich der Händler nur umbenannt. Am besten auch mal nachschauen, wenn du einen haben möchtest. 2.5 Zoll Festplatten habe ich auch, aber ich habe schon oft erlebt, dass diese gerne im Dauerbetrieb kaputt gehen. Es gibt zwar mittlerweile welche, die für den Dauerbetrieb geeignet sind, aber die sind auch um einiges teurer.
@Markus: Der USB Stick ist gar nicht mal so unsicher und 1 Jahr halten die Daten auch ohne Refresh. CDs und DVDs können auch nicht mehr lesbar sein. Festplatten können auch kaputt gehen. Daher gibt es nicht wirklich das ultimative Medium und daher sichere ich auch auf Festplatten und Flash Speicher. Das alle Sicherungen auf einmal nicht lesbar sind ist doch mehr als unwahrscheinlich.
@Olli: Stimmt SSD wären sicherlich noch eine bessere Wahl, aber ich habe in meinem Server nur SCSI und hätte noch eine S-ATA Controller Karte einbauen müssen. Dazu noch die SSDs und man ist locker ein paar hundert Euro los. Das steht in keinem Verhältnis zu den 26 Euro. So ein Bandlaufwerk ist noch was feines aber sehr aufwendig und die Bänder sind langsam und müssen noch irgendwo gelagert werden. Ich setze daher eben auf Redundanz und sichere auf so vielen Datenträgern wie möglich. Auch Online Anbieter wie Dropbox werden mittels einer verschlüsselten Truecrypt Datei zum auslagern genutzt. Damit haben ich mein Backup so weit wir möglich gestreut. Das mache ich aber wirklich nur einmal im Monat, da der tägliche Aufwand schon sehr enorm wäre. Ausser man würde ein tolles Skript schreiben, dass alles für einen erledigt.
Um Daten sehr sicher (inkl. Revisionssicherheit) aufzubewahren sind WORM”s zu empfehlen (allerdings sollte man dafür n ordentliches Budget haben)…
Achja, was mir in letzter Zeit häufiger als Backup-Medium aufgefallen ist sind Iomega REV”s (häufig als Ersatz für Bandlaufkwerke, ob der Größe/Geschwindigkeit).
Mmh, für händische Backups bin ich nicht zu gebrauchen, die vergess ich ständig. Ergo ist bei mir eigentlich alles geskriptet…
Interessante Idee. Aber irgendwie würde ich der Sache nicht so ganz trauen. Ein USB-Stick ist einfach nicht für sowas gemacht. Festplatten sind mir da lieber.
Mein Blog wird vom Hoster regelmäßig gesichert (so hoffe ich zumindest…) – zusätzlich bekomme ich regelmäßig die Datenbank per E-Mail zugeschickt und sichere immer mal wieder (manuell) die Daten auf meine Festplatte, von wo aus dann TimeMachine den Rest übernimmt. Mir reicht das, bisher. Doch ich hatte auch schon schlechte Erfahrungen – durch ein WordPress-Update ging mir mal das Theme flöten. Innerhalb von zwei Tagen habe ich dann ein neues geschrieben… im Nachhinein bin ich froh darüber :)
@Rubén Sorry aber wie kann ein Theme “verloren” gehen? Sicherst Du Deine Dateien nicht auch?
@Markus: Jetzt schon ;)
@Olli: Die REV”s hören sich interessant an. 30 Jahre Lebensdauer sind schon nicht schlecht. Der Preis scheint auch vernünftig zu sein. Die behalte ich mal im Auge. Dann kann ich im Notfall den USB Stick anderweitig benutzen.
@Ruben: Nicht schlecht, dass du deine Datenbank per Mail zugesandt bekommst. Das sind bei mir mittlerweile 80 MB. So etwas möchte ich nicht per Mail bekommen
Da ich mein eigener Hoster bin muss ich mich auch darum auch selber kümmern. USB Sticks sind gar nicht mal so schlecht und wenn ich einmal eine Sicherung am Tag speichere habe ich so dennoch eine Lebensdauer von ein paar Jahren.
Das mit dem WordPress Theme ist ärgerlich, aber wenn es deine Kreativität beflügelt hat, dann ist es ja doch noch positiv
@Markus: Komisch, dass nur bei dir die Kommentare angezeigt werden. Ist dein RSS Feed auch wirklich in Ordnung?
Das mit dem Feed wird wohl am Plugin liegen. Auf manchen Seiten wird er gar nicht mehr angezeigt. Komischerweise geht es bei den Seiten die eine ältere Version des Plugins (commentluv heißt es glaub) einsetzen immer noch. Aber warum der hier meinen Kommentar Feed nimmt ist mir auch noch nicht untergekommen. Was für ein Plugin ist das den? Hab halt leider das problem das bei mir mod_rewrite ausgeschalten ist und deshalb die Lösüung der index.php Links im Einsatz. Denke mal das damit einfach das Plugin nicht wirklich klar kommt. Keine Ahnung.
Ich mache eine Sicherung auf eine zweite Festplatte im Rechner und zusätzlich eine auf eine externe Festplatte. Bin da auch ein Feigling und halte Backups für sehr wichtig. Auf die Idee einen USB-Stick zu nehmen bin ich noch gar nicht bekommen, finde ich aber gut. Von der Lebensdauer habe ich allerdings nicht den geringsten Schimmer.
@Markus: Ich habe aber kein spezielles Plugin, sondern einfach nur die Grundfunkion, die in WordPress standardmässig eingebaut ist. Wieso ist bei dir mod_rewrite deaktiviert. Braucht man das nicht unbedingt bei WordPress? Ich benutze auch kein Commment Luv, sondern dieses http://www.crazytoast.de/2009/.....eigen.html
@Soni: Schon mal sehr positiv, dass du auch Sicherungen machst. Das mit dem USB Stick ist sicherlich auch ein bisschen experimentell. Aber da es eine weitere zusätzliche Sicherung ist wollte ich es einfach mal ausprobieren.
Die Idee hat was… besser als nichts zumindest!
Aber das ein oder andere Backup würde ich nochmal woanders hinschicken oder -schieben!
Blog-Sql-Dump vielleicht auch per Mail versenden oder so?
Ich kann dir auch FTP-Backupspace vermieten
@hombertho mod_rewrite braucht man nicht zwingend, warum auch? Na ja mir ist das egal was wo wie angezeigt wird.
@Marc: Danke für das Angebot, aber ich habe schon eine Menge Space
Mein Blog Sql Dump hat bereits 85 MB das will ich nicht per Mail verschicken
@Markus: Na für die Auswertung mit Woopra z.B. ist es sehr nützlich. Sonst würde das nicht klappen.
wozu braucht ein statistik plugin mod _ rewrite? ich kenn woopra nicht, aber nach dem was ich sah ist das auch nur ein javascript schnippel.
@Markus: Wenn du das nicht aktiviert hast, dann zeigt dir Woopra nicht welche Seiten besucht wurden sondern immer nur das root der Domain. Zum tracken selber braucht man nur den Javaschnipsel.
hmm nun ja dann taugt das aber in meinen augen net wirklich viel. google analytics kann es doch auch wunderbar. so schwer kann das eigentlich nicht sein.
Also ich mache das schon Ewigkeiten so. Das ich meine Daten auf USB-Stick sichere. Mir ist noch nie USB-Stick kaputtgegangen und sobald ich mir neue mit höherer Kapazität gekauft habe, habe ich die alten an meine Familie weitergegeben und die funktionieren immer noch tadellos. Ich bevorzuge Kingston.
Externe Festplatten mit extra Stromanschluss sind viel zu lästig, zu laut und unpraktisch. Den USB-Stick habe ich immer dabei, wenn mir zu hause die Wohnung mit dem PC abbrennt, habe ich immer noch meine Daten bei mir.
Den Stick synchronisiere ich regelmäßig, also ca. einmal pro Woche mit meinem Daten-Laufwerk im PC.
@jame: Ich finde solche USB Sticks werden wirklich unterbewertet. Man kann mehr machen, als ihnen zugetraut wird. Die Transferleistung um live darauf zu arbeiten ist sicherlich nicht mit einer SSD oder Festplatte zu vergleichen, aber gerade für die Datensicherung ist so ein USB Stick wirklich unheimlich praktisch. Ich benutze die Backup Lösung immer noch und bin sehr zufrieden damit.
Moin moin,
wie sieht es denn nach gut 1,5 Jahren aus mit den USB-Sticks. Sicherst Du immer noch mit den ersten Exemplaren? Habe gerade eine Anfrage an meinen Händler für 20 USB-Sticks gestartet als Ersatz für unser rumpeliges DAT-System, der hat mich nur ausgelacht…
@Alex: Also generell war es kein Problem. Man sollte nur kein Journal Filesystem nutzen, sonst braucht man sich nicht wundern, wenn der Stick schnell kaputt ist. Wenn man auch keine Zeitprobleme hat, dann kann man auch mit der langsamen Geschwindigkeit zurecht kommen. Mittlerweile habe ich mich ja von meinem Server getrennt und habe jetzt einen vhost. Dadurch ist die Lösung nicht mehr interessant, aber ich fand die Idee nicht allzu schlecht.