17. Oktober 2009
Spass

Kreta Outtakes 2009: Achtung Ziege

Kretas Straßen sind eine Sache an sich. Straßenkarten und die Realität sind zwei verschiedene Welten. Nimmt man zum Beispiel eine rote Straße, die in Deutschland eine gut ausgebaute Staatsstraße entspricht. Nicht so in Kreta. Da kann es auch mal passieren, dass die Straße so eng wird, dass gerade mal 2 Autos nebeneinander passen.

Besonders aufpassen muss man auf Ziegen und Schafe, die ab und zu einfach mal auf der Straße stehen.

Ziegen auf Kreta

Es ist uns oft passiert, dass wir nach einer Kurve auf einmal mitten in so einer Herde standen. Dann heißt es Ruhe bewahren und abwarten. Und es kam auch ein paar mal vor, dass es zwischen den Tierchen zu sexuellen Handlungen kam. Schamgefühl kennen die wohl nicht und da musste man auch ab und zu mal die Hupe betätigen. Ja ich weiß, es ist gemein, aber manchmal muss man halt auch ein Arsch sein :-D

Eine weitere Gefahr waren die Steine, die durch Steinschlag auf die Straßen gerollt sind. Daher wußte man nie, ob nach der nächsten Serpentine nun ein Stein liegt oder nicht. Und Serpentinen gab es auf Kreta mehr als genügend :-)

Straßen auf Kreta

Das hier ist übrigens eine gelbe Straße auf der Landkarte gewesen und schneller als 40 km/h konnte man nicht gefahrenlos fahren. Daher hat es auch öfter länger gedauert bis man am Ziel war. Als Entschädigung hat man viel von der Landschaft gesehen :-)

Die größte Gefahr auf Kretas Straßen waren aber die Roller und Motorradfahrer. Verkehrsregeln sind ein Fremdwort. Man bekommt den Eindruck, dass man auf Kreta keinen Führerschein braucht um ein motorisiertes Zweirad zu fahren. Nichts kann sie aufhalten. Weder das Verkehrsgedränge noch rote Ampeln. Es scheint als hätte diese Verkehrsteilnehmer immer Vorfahrt und das sie unsterblich sind.

Aber wie groß auch die Gefahren waren, wir haben es überlebt und irgendwie war es auch ein besonderes Erlebnis :cool:



  1. Na, aber zwei Autos nebeneinander ist doch optimal :) Im nördlichen Schottland gibt es oft nur Single Lanes (mit sporadischen Überholbuchten), allerdings ist das Wetter nicht so warm.

    Die Farbbezeichnungen hast du von Schildern oder von Karten?


  2. Morgen Hombertho,

    aber dann hast du ja was zu erzählen! Ich finde solche Erlebnisse, immer klasse. Andere Menschen, andere Kulturen. Fahr mal in Paris Auto, alleine das ist schon ein Erlebnis. (Beispiel: ohne Handbremse parken).

    Auf jeden Fall tolle Bilder!

    Gruß

    Matthias

  3. hat zuletzt gebloggt: Auf Wiedersehen Deutschland!

    Das zweite Foto mit dem Baum gefällt mir ausgesprochen gut =)


  4. Dem kann ich mich nur anschließen!

    Klasse Bild, Hombertho, meinen Glückwunsch!

    Gruß

    Matthias


  5. Das Auto/Motorrad-Fahren in Griechenland ist wirklich sehr abenteuerlich. Konnte ich vor 12 Jahren (Gott, das ist ja schon ewig her) auch “live”. Miterleben. Wir waren damals zu zweit mit dem Motorrad unterwegs – in Badeschlapfen und ohne Helm. Echt verrückt – das würde ich heute nicht mehr tun. Gottseidank ist nix passiert. Wie Du schreibst, liegt und steht so einiges auf der Straße, das einen schnell ins “Rutschen” bringen kann. 8-O


  6. @JuliaL49: Die Farbbezeichnung richtet sich nach der im Straßenplan. Navigationsgeräte hatten wir keines dabei und waren sozusagen noch richtig Old School. Solche Art von Single Lane gab es hier aber auch. Teilweise hörte einfach die Straße auf und es wurde zu einer Schotter Piste. Richtig eng wurde es in den Dörfern. Es gab keinen Gehweg und mit Mühe und Not passte gerade mal ein Auto durch. Vor allem bei den abgelegenen Bergdörfern.

    @Matthias: Danke schön. In Paris oder Frankreich bin ich noch kein Auto gefahren. Aber auch in Italien soll es ganz wild zu gehen.

    @Flügel: Danke, dass war sogar nur ein Schnappschuss. Es hat mich selber gewundert, dass ich noch was brauchbares aus dem Bild raus holen konnte :-)

    @Andersreisender: Das ist heutzutage immer noch so und selbst auf einem Motorrad fahren die mit über 100 Sachen so. Wenn da jemand stürzt, dann kann man es vergessen. Mit einem Roller wäre man auch gut durch gekommen. Den schneller als 30 km/h konnte man fast auf den Straßen gar nicht fahren. Am extremsten war es als ein Busfahrer mitten in der Straße stehen geblieben ist und alle hinter im stehen bleiben mussten. Wir waren auf der anderen Fahrbahnseite, wo es sich auch schon gestaut hatte. Hinter dem Bus war ein Krankenwagen im Einsatz gestanden, der nicht vorbei kam. Da man es ja in Deutschland kennt zur Seite zu fahren wollten wir das auch tun. Aber unsere Hintermänner haben gleich die Chance genutzt und wollten uns überholen. Dann war das Chaos perfekt. Also wenn der Lebensgefährlich verletzt war in dem Krankenwagen, dann wird derjenige wohl das ganze nicht überlebt haben.


  7. @Hombertho: Der Vorteil des (kleinen) Motorrades war eindeutig die stärkere Motorisierung. Dadurch sind wir besser die Hänge rauf gekommen. Die Mopeds bleiben da bald mal hängen.

    Deine Schilderungen mit dem Krankenwagen sind ja mehr als abenteuerlich. Unglaublich, dass man dem Wagen einfach keinen Platz macht und lieber selbst den Vorteil für sich ausnützt. Andererseits ist das “typisch südländisch”. Halt nicht mehr witzig, wenns um Leben oder Tod geht… :-|


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