Was ist wenn WordPress Plugins nicht nur das tun, was sie tun sollen?
WordPress ist echt praktisch. Man kann die Funktionen mittels Plugins schier grenzenlos erweitern. Wenn man die Möglichkeit und die Fähigkeiten hat, dann programmiert man sie im Idealfall selber. Aber meistens holt man sich so ein tolles Plugin aus dem Netz, wo es ein anderer freundlicherweise kostenlos zur Verfügung stellt.
Als Blogbetreiber installiert man fröhlich die Plugins und freut sich darüber, dass man jetzt ganz viele neue tolle Funktionen hat. Wenn man nicht aufpasst, dann kann es aber auch schnell passieren, dass sich hinter dem Plugin mehr Funktionen verstecken als einem lieb ist.

Ein WordPress Plugin, dass Geld klaut
Ein sehr dreistes Plugin war mal ein Adsense Plugin, dass ich vor über einem Jahr im Einsatz hatte. Mit Easy Adsense konnten auf einfache Weise Adsense Anzeigen aller Art auf dem eigenen Blog eingebunden werden. Das Plugin funktionierte wirklich klasse und man konnte nicht meckern. Durch Zufall bin ich dann auf einen Post gestossen, wo über dieses Plugin geredet wurde. Der Autor hatte eine versteckte Funktion eingebaut, dass nach drei Einblendungen einfach den Adsense Key des Blogbetreibers mit seinem eigenen ersetzt hatte. Somit also die Einnahmen auf sein Konto umgeleitet. Er fand das fair und wollte damit die Kosten seines Plugins decken. Ich finde das aber eher sehr dreist und würde das sogar als Diebstahl sehen. Das ist ja das gleiche als würde man in der Firma Dinge mitgehen lassen, weil man sich unterbezahlt fühlt.
Natürlich flog das Plugin schnell wieder aus. In meinem Fall war der Schaden auch noch nicht so groß, da meine Klickrate noch sehr niedrig war, aber bei größeren Blogs verdiente der Autor über diese Methode schon eine goldene Nase.
Mittlerweile hat er seinen Fehler wohl eingesehen und hat eine Funktion eingebaut, wo man in dem Frontend eingeben kann wie viel Prozent der Einnahmen an den Autor gehen soll.
Ein WordPress Plugin, dass wie wild Backlinks verteilt
Die meisten Autoren eines Plugins setzen so genannte Backlinks auf ihre eigenen Seiten. Sozusagen als kleine Anerkennung für das Programmieren ihres Plugins. Das ist auch Okay so und das mache ich auch gerne. Wenn es ein tolles Plugin ist, dann schreibe ich auch einen ausführlichen Artikel darüber.
Es gibt aber auch Autoren, die ihr Plugin als SEO Keyword schleuder benutzen. Ein Beispiel ist das tolle Plugin wordpress Flickr Manager. Das ist für mich unentbehrlich. Leider läuft das Plugin ab WordPress 2.8 nicht mehr und vom Autor selber kommt keine neue Version mehr. Umso mehr haben sich alle Benutzer gefreut, dass sich ein anderer hingesetzt und das Plugin WordPress 2.8 tauglich gemacht hatte.
Wie sich aber in diesem Forum Beitrag heraus gestellt hatte, war der Programmierer ein so genanntes SEO Arschloch, der damit einfach nur ein paar Links verteilt hat. Laut seiner Aussage war es aber nur ein versehen, weil er vergessen hatte die Codezeilen zu entfernen.
Ein anderer Programmierer hat dann diese Codezeilen entfernt und ein sauberes wordpress Flickr Manager Plugin erstellt. Jetzt kann ich auch endlich wieder unter WordPress 2.8.x meine Flickr Bilder problemlos in meine Posts integrieren
Erst prüfen, dann aktivieren
Zum Glück sind das nur Einzelfälle, aber weil man eben nie genau weiß, was ein neues Plugin tut, sollte man sich am besten gleich angewöhnen es genauer zu untersuchen, bevor man es aktiviert. Sei es über den Quellcode oder einfach über die Recherche im Internet.
Generell sollte man sowieso versuchen mit so wenigen Plugins wie möglich auszukommen. Viele Funktionen kann man mittels einfachen Codes selber zu seinem Blog hinzufügen. Manche Funktionen sollte man auch lieber nicht in seinem Blog haben, weil sie einfach nur die Performance runter ziehen und kaum einen Mehrwert bringen.
Zusatz zu dem Artikel:
Manche scheinen den Arikel irgendwie falsch verstanden zu haben. Ich möchte damit keinesfalls die tolle Arbeit, der vielen fleißigen Programmierer von Plugins damit schlecht reden. Ich wollte damit nur meine Erfahrungen mit manchen Plugins nieder schreiben. Diese aufgezählten 2 Fälle sind sicherlich Einzelfälle und nicht die Regel. Ich wollte mit dem Artikel auch nur sagen, dass es nicht schaden kann nicht einfach Plugins wie wild zu installieren, sondern einfach vorher mal schaut, wo es her kommt und was es alles tut.
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Also das ist ja wirklich der Hammer. SO eine dreiste Frechheit – insbesondere was das Adsense-Plugin betrifft. Ein Weilchen hab ich ja auch mit Werbung herumexperimentiert, bis ich mich entschied, einen größtenteils werbefreien Blog zu betreiben.
Weil ich nicht für jeden Artikel Hand anlegen wollte, hab ich mich für dieses Plugin entschieden (wenn ich mich richtig erinnere, wurde von Andreas (Majeres) empfohlen …. der Arme, wenn er das wüsste). Das ist in meinen AUgen ganz dreiste Abzocke. Ich könnte damit leben, wenn man fett und breit bei der Installation darauf aufmerksam gemacht wird – aber eine heimliche Unterschiebung grenzt schon an Illegalität.
Mensch, vielleicht brauchen wir so etwas wie einen TÜV für Plugins… – Ein Gütesiegel
Sowas ist schon bescheiden, andererseits kann ich durchaus n bischen Verständnis für das Einbauen von Backlinks aufbringen (es schreiben nur sehr wenige wirklich n Artikel oder Spenden etwas für die Entwicklung), in meinen Plugins ist dennoch nichts dergleichen drinne, ich hoffe weiterhin auf das Gute im Menschen…
Ein kleiner Prüfprozess im offiziellen Verzeichnis wäre aufjedenfall wünschenswert, aber da scheint man derzeit einfach alles freizuschalten (ohne Sinn und Verstand), z.B.:
http://wordpress.org/extend/pl.....palm-beach
die ganzen Plugins hätte man als eines zusammenfassen können…
Ich weiß schon warum ich kaum Plugins im Einsatz hab. Vorallem ist es ja auch so, wer überprüft nach einem Update wieder alles? Ich würd mal sagen das geht fast gegen Null.
Thx für den Artikel. In Zukunft werde ich nun genauer hin sehen, wenn ich mir wieder ein Plugin installiere.
Ähnlich verhält es sich mit einigen/vielen kostenlosen WordPress Themes. Da werden gerne mal ein paar Zeilen Code eingefügt, die dort nicht hingehören.
Das ist schon frech, auf solche Arten den ahnungslosen User über den Tisch zu ziehen. Aber daran merkt man einmal mehr wieder, dass man überall sehr genau aufpassen muss.
Auf die Idee muss man erstmal kommen Links zu verstecken. xD
Ich hab keinen so großen Frust wie die Meisten auf diese SEO Menschen. Eventuell sollte man ein treffen zwischen beiden Parteien organisieren und sich mal über die Gründe und Schwierigkeiten austauschen.
@Paul Mit wem willst Du Dich treffen? Es gibt bei den SEO´s eben genauso wie in jeder anderen Sparte auch die seriösen und die eben nicht seriösen. Willst Du Dich auch mit Betrügern und dergleichen aus anderen Sparten treffen? Was geschehen muss ist denk ich, das man davon abkommt SEO als ganzes zu verteufeln. Wie gesagt es gibt solche und solche, wie überall.
Ich lasse die Finger von SEO Plugins und überzeuge lieber mit Inhalt! Zumal ich eh kein Geld mit dem Blog verdienen kann… Btw, finde ich es in Ordnung für Plugins Geld zu verlangen, aber andere Leute heimlich abzukassieren ist PFUI!
@Basti Das eine schließt das andere ja nicht aus. Deine Aussage stellt schon wieder jeden der SEO Plugins einsetzt als “schlecht” hin, da Du ja lieber mit Inhalt überzeugst.
gibt es außer Effekthascherei irgend einen anderen Grund einen ganzen Berufsstand wegen solcher Vorfälle zu verunglimpfen?
wo steht geschrieben, dass diese Plugins von SEOs kommen?
ich finde dies schlicht eine Frechheit, dass Du hier nicht differenzierst.
@Oliver: Ja so ein Gütesiegel wäre nicht schlecht. Aber es war sicherlich auch nur ein Einzelfall. Schwarze Schafe gibt es leider überall, aber zum Glück sind die auch selten.
@Olli: Ich habe auch volles Verständnis dafür, dass Programmieren von Plugins auch Arbeit macht und sie auch entsprechend entlohnt werden sollte. Ein Prüfsiegel wäre sicherlich auch nicht schlecht, aber ohne Aufwand ist es auch nicht machbar.
@Markus: Fast Null Plugins. Nicht schlecht.
@Joachim: Kein Problem, aber es sind auch nur Einzelfälle. Dennoch finde ich, dass Vorsicht immer noch besser als Nachsicht ist.
@Walter: Das stimmt, da gibt es auch so einige, die in der functions.php nach Hause telefonieren. Da hatte ich auch schon mal das Vergnügen.
@Pe-Su-Ki: Der Autor hatte dann auch eingesehen, dass es nicht in Ordnung war, aber wenn ich nicht aufmerksam gemacht worden wäre, dann hätte ich es auch nicht gemerkt.
@Paul: Ich gebe auch gerne Backlinks ab und damit habe ich auch kein Problem. Ich mag es nur nicht, wenn mir was untergeschoben wird.
@Basti: Das Easy Adsense und Flickr Plugin sind eigentlich weniger SEO Plugins. Sie wurden aber für SEO Zwecke Missbraucht.
@Markus: Ich denke nicht, dass Basti damit alle die SEO Plugins einsetzen als schlecht hinstellen.
@Monika: Ich wollte mit diesem Artikel keinen Berufsstand damit schlecht machen und ich habe in dem Artikel auch betont, dass es sich um Einzelfälle handelt. Ich muss zugeben, die Überschrift war vielleicht nicht so geschickt gewählt. Daher habe ich sie nun auch geändert und auch noch einen Zusatz hinzugefügt.
Der Artikel sollte auch nicht zu Effekthascherei dienen, sondern spiegelt nur einfach meine Erfahrungen mit diesen 2 Plugins. Ich hatte aber auch ausdrücklich geschrieben, dass es auch nur Einzelfälle sind.
Ich wollte mit dem Artikel eigentlich nur ausdrücken, dass man nicht einfach blind Plugins installiert und vorher mal schaut, woher sie kommen und was sie noch so alles machen.
Oder findest du in Ordnung, dass dieses Easy Adsense Plugin sich einfach bedient ohne den Anwender darüber zu informieren.
Ich hoffe es ist nun durch meinen eingefügten Zusatz und der geänderten Überschrift der Artikel etwas weniger Missverständlich.
hi nein ich find die Vorgehensweise dieser PluginAutoren absolut nicht akzeptabel, schreibe ja auch darüber, wenn ichs bemerk,
mich störte tatsächlich nur, dass da das Wort SEO als Aufhänger genommen wurde
danke für die Änderung des Titels
lg
Also ich bin ein großer Fan der Plugins, auch wenn sie zurzeit bei mir nicht laufen, weil ich ein Problem mit dem “Memory limit” habe -.-
Dennoch finde ich die Sache mit dem Adsense Plugin sehr dreist. Auf freiwilliger Basis finde ich das okay, aber im Plugin “verstecken”… :censored: :aufsmaul:
Servus,
generell gebe ich dir recht das man natürlich aufpassen muss. Ich meine mich aber besonders in deinem Easy Adsense Beispiel an einen Hinweis und Einstellungsmöglichkeit zu Errinern zu wieviel Prozent man den Programmierer supporten möchte. Ich hatte das Plugin auch mal vor einem Jahr oder so drinne.
Das ganze hat mich jetzt neugierig gemacht. Ich habe mal das Plugin auf einer lokalen WP Installation aktiviert. Schaut mal das rot markierte
http://img6.myimg.de/EasyAdSenseLikeThemeb031e.jpg
grüß
Duergy
@Duergy Hombertho hat oben im Artikel bereits geschrieben das der Author dies inzwischen so hat^^ Früher war dies aber wohl nicht so.
Es gäbe schon gewisse Dinge die man automatisch prüfen könnte, und für den Rest könnte man ja auf Freiwillige bauen und Plugins einfach durch mehrere Personen bewerten lassen, wie z.B. jetzt auch in Sachen Kompatibilität (wobei mir hier Eindeutig eine Kommentarfunktion für die User bzw. Benachrichtigungsfunktion für den Entwickler fehlt… Aber das ist ja wieder ein anderes Thema).
Was z.B. mich eigentlich immer stutzig macht ist der Einsatz von Funktionen wie base64_decode/eval (ist gerne im Einsatz, wenn es darum geht Dinge vor der “Suchen”-Funktion des Editors zu verstecken)…
Heftig! Vielen Dank für den Beitrag. Ich werde nun auch mal genauer hinschauen.
Wie ich von einigen Plugin-Entwicklern weiß, wird ja sehr selten der Spenden-Button genutzt und auf einer Seite verstehe ich den Frust was solche Leute zu solchen Dingen führen lässt. Auf der anderen Seite ist das, wie oben schon erwähnt “Pfui!” da man so was nicht macht ohne es vorher anzukündigen. Gute Plugins erhalten auch bei mir einen Artikel und somit auch einen guten Backlink.
Gerne zahle ich auch für ein Plugin wenn es mir in irgendeiner Art und Weise hilft. Aber so was wie das Umleiten der Klicks oder versteckte Links kann eben nicht toleriert werden und die Leute schneiden sich damit nur ins eigene Fleisch (sofern es schnell entdeckt wird).
@Monika: Okay, dann bin ich beruhigt
@Daniel: Also das Problem mit dem Memory Limit lässt sich doch ganz einfach mit der Änderung der Konfiguration umgehen
@Duergy: Danke für den Screenshot. Ja mittlerweile ist es auch mit drinnen, aber Anfang 2008 gab es dieses Feld noch nicht und es wurde heimlich Geld abgezweigt. Bis es dann eben die Diskussion im Forum gab und sich die Leute beschwert hatten, dass es sich um Abzocke handelt. Daraufhin hat der Plugin Autor eben dieses Feld hinzugefügt, damit jetzt jeder selber bestimmen kann, wie viel er gewillt ist zu zahlen.
@Olli: Ah dieses base64 codierten Plugins kommen bei mir gar nicht zum Einsatz. Manche Theme Autoren machen das auch gerne bei ihren Themes. Es ist zwar verständlich, dass der Autor auch seinen Code schützen will, aber man weiß halt nicht mehr was sich darunter versteckt.
@Cindy: Ja das mit dem Spenden ist leider ein generelles Problem, aber leider kann man unrecht auch nicht mit unrecht vergelten. Vor allem bei dieser Methode wird bei gut laufenden Blogs ein nettes Sümmchen abgegriffen (30% der monatlichen Einnahmen).
Ich finde es auch absolut Ok, wenn man den Autor dafür in einem Artikel lobend erwähnt, ihm Backlinks spendiert und vielleicht auch noch den ein oder anderen Euro als Spende.
Leider ist das ja ein generelles Problem, dass freiwillig Spenden gleich kostenlos ist.Eine Mentalität, die gerade in Deutschland sehr verbreitet ist.
Normal ja, aber das kostet bei meinem Anbieter gleich mehr im Monat und die Dinge die dann bei dem Packet dabei wären, brauche ich nicht, daher hilft nur ein Anbieter wechsel -.-
Also ich persönlich als “Entwickler” habe (wie man in den Trackbacks sieht) auch meine Meinung hierzu kundgetan. Ich bin persönlich entrüstet, dass es solche Menschen gibt, die auf diese, ja schon fast hinterlistige Art und Weise, aus der Mühe anderer (nämlich ein eigenes Blog zu führen), Vorteile und Profit schlagen wollen…
Nunja, Är…e gibt es überall auf dieser Welt – auch unter Programmierern.
@Kim: Ja leider gibt es überall schwarze Schafe und die schaden auch gleich mal einen ganzen Berufsstand. Ein Grund, wieso mein Artikel am Anfang auch falsch verstanden wurde. Diese Fälle wurden aber auch wieder von anderen Programmierern aufgedeckt und bekannt gemacht.
Seitdem installiere ich auch nur noch Plugins, wo ich weiß woher sie kommen und wer sie Programmiert hat
Ich habe es mir angewöhnt, jedes neue Plugin ersteinmal zu “analysieren”
Klar, ich verstehe nur ein Drittel… Aber man kann den Quelltext auf jeden Fall überfliegen – wenn dort URLs, IPs oder ähnliches vorkommt, ist es Zeit skeptisch zu werden.
Aber diese schwarzen Ar… Schafe sind zum Glück die Ausnahme!
@Marc: Auf jeden Fall keine schlechte Idee. Wobei natürlich nicht jeder die Möglichkeiten hat um das alles zu analysieren. Besser wäre natürlich wenn man sich gleich blind auf die Plugins verlassen könnte
Ein Plugin das “Geld klaut” ist schon ziemlich dreißt.
@Thomas: Ja aber es hilft dir auch vorher Geld zu verdienen
Aber stimmt schon die feine englische Art ist es wirklich nicht und daher ist es auch schnell wieder aus meiner Plugin Liste geflogen.