13. Juli 2010
Lifestyle

Presse-Akkreditierung für Blogs? Sinnvoll oder zu recht unangebracht…

Blogger ist ja kein wirklicher Beruf für den man eine langjährige Ausbildung braucht. Jeder der Lust hat kann einen Blog aufmachen und drauf los bloggen. Man braucht nicht einmal viel Startkapital. Einfach nur Zeit, Lust und gute Themen. Das Zielpublikum ist groß und nicht an den Grenzen von lokalen Printmedien gebunden. Aber so einfach ist es nicht und viele sehen nicht, das hinter einem Blog auch viel Arbeit steckt. Das ist auch der Grund, wieso gerade viele Blogs in den Anfangszeiten dann einfach wieder aufgegeben werden.
Da aber viele Menschen nicht sehen, was hinter so einen Blog hängt wird man oft als Blogger auch nicht ernst genommen. Vor allem bei Veranstaltungen, wenn es um eine Akkreditierung geht. Ich wollte es einfach mal bei dem Samba Fest in Coburg ausprobieren und habe eine Anfrage auf eine Presse Akkreditierung gestellt. Vorraussetzung war, dass man ein Journalist mit Redaktionellen Auftrag hat. Da man als einzelner Blogger auch die Redaktion ist, war dieser Vorraussetung dann auch gegeben.

Die Antwort folgte dann Prompt am nächsten Tag, dass die Bedeutung von Blogs klar wären, aber es dennoch keine Akkreditierung gibt. Da kommt natürlich die Frage auf, ob man als Blog doch nicht so ernst genommen wird? Das es nicht nützt, wenn man auf den Suchergebnissen bei Google auf der ersten Seite steht und jeden Tag über mehrere tausend Besucher  lesen, was ich so tagtäglich schreibe?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einen Journalist und einem Blogger? Eigentlich sollte es ja keinen geben, den die Berufsbezeichnung Journalist ist nicht Deutschland geschützt und jeder dürfte sich Journalist nennen. Der Journalist ist für die Verbreitung von Informationen und Meinungen in Massenmedien zuständig, was auch für das Internt zutrifft. Einziger Haken ist, dass der Blogger dies nicht Hauptberuflich macht und da wäre dann wohl auch der Unterschied. Auch wenn ich für meinen Blog ein Gewerbe anmelden musste ist es nun mal Freizeit.

Sambafest Coburg 2010 - Interview

Hübsche Journalistin für den Fernsehsender aus Brasilien namens Record

Irgendwie ist es schon Schade, dass nicht alle Blogger in Deutschland so ernst genommen werden und man das Potential unterschätzt. Dabei sieht man auch, dass es auch anders geht. Bei der Cebit bekommen Blogger ein Presse-Akkreditierung. Natürlich bin ich auch nicht generell dafür, dass alle Blogger eine Akkreditierung bekommen. Das wäre sicherlich auch ein Fass ohne Boden. Da kann ich auch die Veranstalter verstehen, dass dadurch die Veranstaltung gestört wird, aber man sollte noch einfach mal den ein, oder anderen vielversprechenden Blog die Chance geben. Für den Veranstalter wäre es eine tolle Publicity und der Blogger hätte was tolles zu berichten. Eine klassiche Win-Win Situation.

Sambafest Coburg 2010 - Umzug I-2

Natürlich habe ich den größten Respekt vor den echten Journalisten, die täglich damit Ihr Geld verdienen und professionelle Arbeit leisten. Aber manchmal ist es eben auch schön etwas amateurhaftes zu lesen. So geht es zumindest mir. Es kommt doch sympathischer rüber, wenn man einen Artikel über eine Veranstaltung liest, der völlig unabhängig erstellt wurde?

Sambafest Coburg 2010 - Umzug I-6

Vielleicht ist es auch ganz gut so, dass ich keine Akkreditierung bekommen habe. Immerhin nimmt es den Druck, dass ich nun unbedingt Just in Time einen tollen Artikel über das Samba-Festival 2010 erstellen muss. Ausserdem hatte ich beim Umzug auch einen tollen Platz mit freier Sicht, bei der auch so ganz tolle Motive entstanden sind. Ich hatte sogar das Glück neben einen Pressefotograf zu stehen und so konnte ich ab und zu dann doch die ein oder andere Pose einfangen.

Sambafest Coburg 2010 - Umzug I-3

Nein eigentlich finde es gar nicht so schlecht, einfach ein Unbekannter zu sein, der Veranstalter nichts von mir weiß und ich einfach ganz frisch und frei meinen Mist hier Bloggen kann. Und letztes Jahr hatte ich auch Anfragen von Gruppen, die meine Bilder toll fanden und sogar dafür etwas gezahlt hätten.

Sambafest Coburg 2010 - Umzug I

Aber einmal mit einem Presseausweis herum zu rennen wäre sicherlich auch mal eine coole Erfahrung.

Wie ist euere Meinung dazu? Findet Ihr das in Ordnung, dass Blogger keine Akkreditierung bekommen? Oder seid Ihr dafür, dass auch Blogger mal bei Events mal ein ganz vorne mit dabei sein dürfen?



  1. Den Artikel bitte nicht falsch verstehen. Das hier soll keine Grundsatzdiskussion werden und natürlich mache ich damit dem Veranstalter auch keinen Vorwurf, der dieses Jahr wieder ein tolles Festival auf die Beine gestellt hatte.

  2. hat zuletzt gebloggt: Steve Gadd

    Keine Sorge, wird auch keine Grundsatzdiskussion! ;-) Aber es ist schon ein enormer Unterschied zwischen einem Blogger und einem Journalisten. Der Blogger macht, was ihm gefällt, der Journalist wird von Redaktion, Öffentlichkeit und anderen Medien ständig auf den Wahrheitsgehalt seines Textes geprüft und schreibt nicht über das, wonach ihm ist, sondern über das, was die Redaktion bzw. der Chefredakteur ihm aufträgt. Daher finde ich es – obwohl selber Blogger – absolut in Ordnung, dass Blogger keine Akkreditierung bekommen. Bedenke den Verwaltungsaufwand für eine Akkreditierung – wenn da jeder Blogger sich akkreditieren ließe, dann gäbs bei vielen Veranstaltungen bald mehr Akkreditierte denn Gäste…


  3. mein Presseausweis ist in Arbeit !

    Blog wäre eigentl. Bürgerjournalismus !

  4. hat zuletzt gebloggt: Blogempfehlungen: Geld sparen

    @shultzie: Bitte sage noch kurz dazu das Du der Meinung bist das es bei Journalisten so sein sollte. Also das “der Journalist wird von Redaktion, Öffentlichkeit und anderen Medien ständig auf den Wahrheitsgehalt seines Textes geprüft und schreibt nicht über das, wonach ihm ist, sondern über das, was die Redaktion bzw. der Chefredakteur ihm aufträgt.”
    Der letzte Teil stimmt meistens… aber bei dem Rest habe ich starke Zweifel.

    Und @hombertho, es ist ein nettes Gefühl, ich hatte bereits mal das Vergnügen zu Schulzeiten einen Presseausweis gehabt zu haben. CeBit damit war schön, auch andere Veranstaltungen.

    Aber all zu oft fast man sich nur an den Kopf und wundert sich was die Journalisten für Forderungen stellen, wie selbstherrlich sie auftreten und wie wenig sie wirklich mitbekommen von dem was sie da eigentlich schreiben.

    Zwei prägende Beispiele waren da der eine Journalist der in der Pressestelle (eines Events das in der ganzen Stadt stattfand) rumkrakelte man müsse ihn da jetzt unbedingt zur entfernten Stelle hinfahren und nicht nur den Weg beschreiben und sagen welche Verkehrsmittel er (übrigens kostenlos) nutzen könne…

    Oder der Journalist der bei einem Football spiel sich am Buffet satt fraß (ja… leider richtige Wortwahl), um danach gleich zu verschwinden. Fünf Minuten später ging das Spiel los. Komischerweise hatte sein Bericht dann recht wenig mit dem Spiel zu tun.

    Journalisten haben es schwer. Keine Frage. Aber die “journalistische Qualität” lässt leider schon seit langen Jahren stetig nach. Jedenfalls bei einigen.

    Deswegen fände ich es auch sehr gut wenn mehr Blogger akkreditiert werden würden. Das ergibt einen so netten Druck. ;)
    Aber bitte nicht jedes Blog sonst macht ja schnell jeder eines auf.
    (Und damit wollte ich nicht einmal gesagt haben das ich akkreditiert sein möchte. ;) )

  5. hat zuletzt gebloggt: Smovie No.01

    Das ist allerdings auch von der Veranstaltung abhängig. Ich habe selbst schon Akkreditierungen bekommen (teilweise sogar als Angebot ohne eigene Anfrage), natürlich wurde auch manches abgelehnt. Aber das ist nicht nur ein Bloggerproblem, auch kleinere Musikmagazine bekommen nicht zwingend Akkreditierungen. Rock am Ring macht zum Beispiel keine Onlinesachen, für Highfield, Southside und Hurricane hatte ich bzw. Kollegen bei helga-rockt schon Pressekarten (übrigens nicht gleichbedeutend mit dem Presseausweis).

    Ich sehe es so, Blogger schreiben worüber sie wollen. Wenn ich dafür ne Akkreditierung (oder ein Rezensionsexemplar oder ähnliches) bekomme, okay, wenn nicht, auch okay.

  6. hat zuletzt gebloggt: Steve Gadd

    @Chris
    Auch der erste Teil stimmt bei weit über 90% der Journalisten – Du darfst nur nicht Schreiberlinge von Bild etc. als Journalisten bezeichnen. Und ein Unterscheidungsmerkmal gibt es noch: in keinem gedruckten Magazin, Zeitung, Journal findest Du solch eine haarsträubende Rechtschreibung und Grammatik wie in Blogs… ;-)


  7. Ist es denn so das jeder Journalist automatisch von einem Veranstalter eine Akkreditierung bekommt? Ich denke auch da gibt es hin und wieder einen Rückschlag und das jeweilige Magazin oder Zeitung bekommt keine.

    Der Veranstalter wird die Medienberichterstatter (Blogger, Journalist, Fotograf oder Kameramann) danach aussuchen dass es für die Veranstaltung auch einen positiven Mehrwert generiert. So denke ich dass eine Webseite, egal ob nun Blogger oder sonst etwas, welche regelmässig über Regionale Themen berichtet eher an eine Akkreditierung ran kommt.


  8. @Schultzie: Also wenn dir schon die Haare zu berge stehen, dann muss es wirklich schlimm sein mit der Rechtschreibung :-D
    Leider kann ein Blogger auch nicht ganz tun was ihm gefällt. Man kann ganz schnell seine Leserschaft gegen sich hetzen, wenn man was falsches schreibt.
    Ich möchte auch Journalisten und Blogger gleich stellen. Das wollen auch beide Gruppen gar nicht. Aber ich sehe es so, dass ein Blogger so eine Art Journalist 2.0 ist.
    Ich wäre natürlich auch nicht dafür, dass jeder Blogger zugelassen wird. Da sollten schon Unterschiede gemacht werden. Es wird ja auch sicherlich nicht jeder Journalist zugelassen. Ansonsten würde es wirklich nur Leute mit Presseausweisen herum rennen und die Veranstaltung behindern.

    @Jaycee aus dem Atomlabor Wuppertal: Das stimmt und eigentlich wäre das auch gar nicht so schlimm. Bürgerjournalismus = Demokratie. Dazu gibt es auch einen guten Beitrag auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/G.....urnalismus

    @Chris: Wow das is ja mal ein Kommentar :-) Das mit der Selbstherrlichkeit stört mich auch ein bisschen, wobei ich sagen muss, dass ich bei dieser Veranstaltung nie das Gefühl hatte.
    Leider gibt es immer wieder diese Extrembeispiele und das ist wohl auch der Grund, wieso Blogger keine Akkreditierung bekommen. Man hat einfach Angst, dass der Presseausweis nur missbraucht wird, weil einfach keine Redaktion dahinter steht, die bei Missachtung personelle Konsequenzen ziehen müsste.
    Aber dieses nette Gefühl wäre schon mal was tolles und ich bin weißgott nicht der Mensch, der so etwas ausnutzen würde.

    @Stiller: Danke für deine Erfahrungen. Ich bin dem Veranstalter da auch nicht böse, dass es nicht geklappt hatte. Es ist ja auch seine Party und es kommen bestimmt auch sehr viele Akkreditierungen rein und man muss einfach auch mal nein sagen. Es ist auch OK. Die Intention des Artikels war einfach nur mal zu erfahren, wie so die Erfahrungen von anderen Bloggern ist. Ich denke auch nicht, dass ich den Artikel besonders böse geschrieben hatte :-D

    @Marcosan: Nein ich denke auch, dass hier aussortiert wird. In diesem Fall ging es darum, dass Blogs generell keine Akkreditierung bekommen. Das finde ich ist der falsche Weg.
    Man sollte eben auch den neuen Medien und auch Berichtsformen einen Chance geben. Natürlich besteht dann auch die Gefahr eine Lawine auszulösen. So nach der Art: “der Blogger XY hat eine Akkreditierung bekommen, wieso ich nicht?”

  9. hat zuletzt gebloggt: Werbung zum neuen Apple iPod Nano 6G

    Ich bin zweitweise im Auftrag eines kleinen Magazins mit einem Presseausweis auf diversen Veranstaltungen gewesen und empfand ds damals hin und wieder auch als nervend. Manche Veranstalter zitierten einen permanent nach hier und dort, damit man ja auch das richtige Motiv ablichtet und den Veranstalter auch ja ins rechte Licht stellt.

    Ich finde, man sollte es schon beibehalten, dass hauptsächlich Journalisten akkreditiert werden. Aber trotzdem sollten Veranstalter auch Blogger in Betracht ziehen und zumindest ein paar ausgewählte ebenfalls akkreditieren. Manche Blogger haben nunmal eine hohe Reichweite und stellen eine Plattform zur Verbreitung von Inhalten dar! Wer das nicht kapiert hat, lebt im Web 1.0 ;-)


  10. Also, das mit Deiner Rechtschreibung und Grammatik fiel mir auch sofort als Erstes auf. Da hapert es mächtig. Leider geht das mittlerweile auch vielen Journalisten so. Zur Sache: Ich bin auch Journalist, z.Z. bei einem Offenen Kanal tätig, schreibe aber auch gelegentlich für Magazine u.ä. Nun ist es ja nicht so, daß man ständig Akkreditierungen braucht. Das ist eher die Ausnahme und beschränkt sich meist auf Großevents oder Veranstaltungen mit Sicherheitsstufen. Das kommt bei mir höchstens ein- oder zweimal im Jahr vor. Ansonsten denke ich, daß man als Blogger natürlich nicht schlecht beraten ist, bei dem einen oder anderen Veranstalter anzufragen, ob man als Blogger daran teilnehmen und darüber berichten kann. Da bist Du im Prinzip nicht anders dran als viele freie Journalisten, die eben nicht ständig von einer Redaktion mit Auftrag unterwegs sind, sondern sich Themen suchen und hinterher versuchen, ihren Bericht (Text oder Film) irgendwo unterzubringen, oft genug auch ohne Erfolg. Einen Presseausweis habe ich auch, aber den benötige ich auch höchst selten. Also: Nicht verzagen, immer wieder probieren – und Deine Fotos können sich ja durchaus sehen lassen.


  11. @Cookie: In dem Fall bin ich auch lieber unabhängig und schreibe bzw fotografiere ich was ich will. Gerade wenn so etwas in Stress ausartet, dann bleibt der Spass auf der Strecke und es baut sich ein unnötiger Druck auf. Es muss ja auch nicht gleich eine richtiger Presseausweis sein. Es wäre wie wäre es mit einer Lite Version mit eingeschränkten Privilegien eine tolle Sache und würde sicherlich auch die Veranstalltung mehr ins Web 2.0 puschen.

    @Ditmar: Leider ist es mir bekannt, dass ich in Rechtschreibung und Grammatik deutliche schwächen habe. Ich lese zwar meine Artikel mindestens noch einmal durch bzw das Rechtschreibprogramm sagt mir, was noch geändert werden muss. Aber beides hat seine Grenzen. Ich bräuchte noch jemanden, der Korrektur liest.
    Danke für die Aufklärung. Somit erklärt sich auch, wieso generell Journalisten ohne einen Auftrag von einer Redaktion gar nicht erst angenommen wurden.
    Das Sambafestival in Coburg ist mit 300.000 Besuchern durchaus so eine Großveranstaltung mit mehreren Sicherheitsstufen. Was ich aber sehr positiv fand ist, dass man auch ohne Presseausweis doch sehr viele Freiheiten geniest. Natürlich konnte ich nicht hinter die Kulissen und in die VIP Lounge, aber da kann ich auch wirklich verstehen, dass hier die Auswahl sehr eng getroffen wird und da bestimmt auch einige Journalisten, die mit der Berichterstattung Ihr Geld verdienen leer ausgehen.
    Vielen Dank für positive Kritik zu den Fotos :-)


  12. Thomas – vor lauter Samba Tänzerinnen kommt MANN ja fast gar nicht mehr zum lesen .. ;) – aber hast Recht, teils lässt die Akzeptanz echt zu wünschen übrig ..

  13. hat zuletzt gebloggt: RSS… was?

    Blogger sind idR keine Journalisten. Ein Journalist recherchiert seine Story in meinen Augen.
    Ja ja, keine Grundsatzdiskussion… In der Redaktion von vielen Zeitungen könnten viele Blogger arbeiten und dort DPA-Artikel abschreiben oder etwas anders formulieren, das ist klar.

    Aber der gemeine Blogger recherchiert eine neue Story extrem selten selber. Gucke ich mir meinen Blog an, schreibe ich zu… keine Ahnung – 60%? – einen Artikel zu einer Story, die ein Journalist recherchiert hat. Ggf. zitiere ich ihn oder gebe meinen Senf dazu.

    Klar, manchmal hat man als Blogger Glück (andere Alternative: einen Nischenblog) und ist dabei wenn ein Flugzeug im Fluss notwassert. Dann hat man die eigene Story – aber wie oft kommt das vor?

    In deinem Fall – schade! Solch ein Event wäre perfekt dafür gewesen, dir einen Presseausweis zu geben, hier hättest Du super eine Story schreiben können!
    Unterm Strich ist also die Anforderung falsch – ob man “ein Journalist mit Redaktionellen Auftrag” ist, sollte völlig egal sein. Wichtiger ist, dass man eine Story veröffentlichen und für jedermann zum lesen bereitstellen kann.
    Sprich man sollte sagen können “Hi, ich werde über ihr Event schreiben und erreiche 35.000 Leser im Monat. Wollen Sie mich bei der Meinungsbildung unterstützen?”


  14. gestern ist übrigens mein Presseausweis angekommen und wir reden hier nicht vom 20€ Usbekistanausweis


  15. Dieses Jahr konnte man als Blogger für die CeBit einen Presseausweis beantragen, die CeBit trägt dem also Rechnung.

  16. Mike


    @Jaycee aus dem Atomlabor Wuppertal: Und das bedeutet jetzt was genau? Einen für EUR 25,- aus der BRD? Schlechtes Geschäft würde ich sagen… :lol:


  17. @Sebastian: Ich hätte auch noch ein paar Tänzer im Angebot. Ich muss noch alle Bilder mal entwickeln und dann werden sie online gestellt.

    @Marc: Natürlich schreibt man als Blogger auch ab und zu mal einen Artikel aus den Bauch heraus oder repostet einfach etwas, was bereits von anderen gebloggt wurde. Aber in diesem Fall hätte ich ja auch recherchiert und auch eigene Bilder dazu gemacht. Somit wäre das schon eine journalistische Arbeit. In diesem Fall hat es auch nichts genützt, dass ich so viele Leser habe, oder bei Google ziemlich weit vorne bin. Aber nun gut. Vielleicht klappt es ja mal. Aber es war auch so ein schönes Event.

    @Jacycee aus dem Atomlabor Wuppertal: Wie viel hast du den bezahlt? Ich habe gesehen die kosten bis zu 120 Euro jährlich. Wenn man auch noch ein Presseschild fürs Auto haben möchte wird es dann noch teurer.

    @Michael: Das finde ich auch sehr gut von der Cebit. Aber das wäre auch nicht gerade sehr Vorteilhaft, wenn die Veranstalter gerade Blogger nicht als Presse akzeptieren würden.

    @Mike: Wo gibt es den für 25 Euro? Ich habe da nichts gesehen?

  18. Mike


    Du bist genial! ;-)
    Ich habe mich in meinem Leben noch nicht ein einziges Mal über Presseausweise informiert (da ich a) sicherlich nicht in Betracht komme und b) mich auch in der Lage fühle, das Eintrittsgeld für Veranstaltungen die ich besuchen möchte selber zu zahlen (okay, jetzt klingt ich ja schon wie mein Vorredner, aber bei dem Konsumverhalten dass du hier vorlebst brauche ich mich damit auch nicht zu schämen ;-) )), allerdings fand ich diese Aussage – so wie sie da als Einzelkunstwerk steht – mehr als fraglich und ich wollte sie so nicht unkommentiert stehen lassen.


  19. Ich kenne ja beiden Seiten, da ich früher jahrelang für die Regionalzeitung geschrieben habe. Und nun bin ich Blogger. Die jeweilige Arbeit ist nicht wirklich zu vergleichen ;-)

    Eine diesbezügliche Erfahrung, wo ich letztens um die Aufnahme in den Presseverteiler vergeblich gebeten habe, hat mich schon etwas gewurmt. Nachdem wir telefonierten und mir die Gründe erklärt wurden (Pressemitteilungen gehen i.d.R. 12 Wochen vor dem jeweiligen Event raus weil die unterschiedlichen Zeitschriften etc. Vorlauf haben und oft nur 1x monatlich erscheinen), habe ich es schon verstanden und hoffe auf eine zukünftige Lösung für Blogger, über die man jetzt nachdenkt.


  20. @Mike: Jetzt hast du mir schon Hoffnungen gemacht, dass du eventuell durch Beziehungen viel günstiger an so einen Presseausweis kommst ;-) Schade. Aber im Grunde braucht man diesen auch nicht. Habe in vielen Foren gelesen, dass es schon reicht, wenn man das richtige Auftreten und Equipment hat und das ein Presseausweis kaum verlangt wird. Ein internationaler kostet knapp 125 Euro jährlich. Für mich sowieso uninteressant, weil ich den einmal im Jahr vielleicht brauchen werde.

    @Tanja: Die Arbeit möchte ich auch nicht vergleichen und das wäre ja auch falsch. Ich finde, aber man sollte auch mal neue Wege gehen. Was bringt es, wenn man mehrere traditionelle Blätter Akkreditiert hat und die neuen Medien aussen vor lässt? Das man einfach mal sich was traut und ein Experiment startet. Eine Zeitung wird gelesen und landet irgendwann im Müll. Ein Blogartikel bleibt länger bestehen und kann jederzeit gelesen werden. Aber vielleicht kommt ja mal irgendwann der Tag, dass ich auch eine Einladung bekomme :-)


  21. oh… so negativ sollte das von mir gar nicht rüber kommen, wie es scheinbar ist. Ich denke schon, dass wir Blogs ein nicht zu verachtendes (Presse)Potenzial haben und wir definitiv auch mit in den Bereich Presse dazugehören.
    Was sich diesbezüglich ändern muss in den Augen der Verantwortlichen ist die Sichtweise. Wir sind nicht wie die Standard-Presse, heben uns als ein Bereich der neuen Medien davon ab. Ich denke für uns sollte ein eigener Presse-Unterbereich in der Sichtweise entstehen.


  22. Hallöchen, ich kann da nur von meinen Baby-Blog Erfahrungen berichten, im Prinzip schreibe ich ja da für ein Magazin und habe da schon etwas Background durch meine Brötchengeber Edelight. Und so werde ich sehr selbstverständlich zu größeren Firmen wie Pampers, Hessnatur oder Weleda eingeladen. Für die Kind + Jugend in Köln werde ich mich jetzt auch akkreditieren lassen und bin gespannt, ob es Probleme gibt. Wie es jetzt als privater Blogger aussieht, weiß ich nicht. Ich denke, dass da viele Firmen und Veranstalter beginnen müssen, umzudenken.
    Wer Reichweiten von mehreren tausend Lesern im Monat hat, ist schon eine kleine Macht. Da wird mit Sicherheit viel passieren in den nächsten Jahren.
    Wenn ich so manche Zeitungsberichte lese… och nö… seelenlos, gelangweilt… kein Pep-ist mir unverständlich, dass das Leute lesen wollen.
    LG Kaddi


  23. @Tanja: Kam das so negativ rüber? Sollte es eigentlich gar nicht. Ich finde es sollte auch weiterhin eine Trennung bestehen. Man möchte ja auch von beiden Seiten aus nicht in einem Topf geworfen werden. Aber der Trend geht ganz klar zu online und die klassischen Printmedien werden früher oder später nur noch einen kleinen unbedeutenden Teil in der Medienlandschaft einnehmen.
    Das mit dem Presse-Unterbereich wäre eine klasse Idee.

    @Kaddi: In deinem Fall hattest du sicherlich den Vorteil einen Fachblog zu betreiben. Leider habe ich mich nicht dazu entschieden und daher ist es auch ganz schwierig Veranstaltern den Mund wässrig zu machen ;-) Immerhin gibt es dann auch kein spezielles Zielpublikum.
    Ich hoffe auch das in den nächsten Jahren etwas passiert. Ich bin auch einer der Menschen, die klassische Zeitungen überhaupt nicht mehr liest und alles nur noch online macht. Vor allem lese ich eben auch gerne Blogs, da die Artikel um einiges interessanter sind bzw die trockenen Meldungen auch noch mit Persönlichkeit gewürzt sind. Hinzu kommt, dass ich dann auch gleich meine Meinung dazu sagen kann und dadurch viel interaktiver wird.Man kann sich selber einbringen und kann eventuell auch noch Rückfragen stellen.


  24. Über die Konvergenz von online und print wird ja schon seit vielen Jahren diskutiert. War in meinem Studium (Medienbetriebswirt) auch ein zu behandelndes Themengebiet. Allen Unkenrufen zum Trotz hat sich der Printbereich aber dennoch ganz gut gehalten und ich denke, dass das auch ähnlich weiter gehen wird. Es gibt halt doch auch viele Leute, die gerne eine Printausgabe am Tisch liegen haben und damit was auch immer machen können. Ich möchte meine Bücher, die ich zu 90% in der Badewanne lese, auch nicht mit Online-Dokumenten austauschen ;-)
    Aber wie bzw. was auch immer da kommen wird, eine Unterbereich für Blogs im großen Pressebereich sollte doch bald mal kommen. Bis dato werden wir von vielen einfach noch unterschätzt.


  25. Ich hätte einen anderen Vorschlag: Schicke OB Kastner einfach mal den Link zu diesem Artikel. Vielleicht hat er dann ein einsehen, bremst seine Verwaltung etwas aus und erlaubt dir nächstes Jahr die Onlineberichterstattung als akkreditierter Blogbetreiber.

    Ich denke die Stadt Coburg sollte froh sein über Jeden, der Werbung für dieses Event macht. Auch wenn es überregional einen sehr guten Namen hat und mehrere Tausend Besucher anzieht, so sollte die Stadt Coburg nicht auf dem hohen Roß sitzen. Und wer nur kostenlos zum Sambafestival will, der bekommt eben im Folgejahr keine Akkreditierung mehr.


  26. @Bernhard: Danke für den Tipp, aber so weit möchte ich nun auch nicht gehen. Immerhin ist es auch das gute Recht der Veranstalter auch “Nein” zu sagen und das hat man einfach zu akzeptieren. Ob man es nun gut findet, oder nicht.
    Ich werde es nächstes Jahr sicherlich mal wieder mit einer freundlichen Anfrage probieren. Das Problem ist nun, dass so auch schon über 200.000 Besucher kommen und man Werbung auch nicht mehr so braucht. Irgendwann kann die Stadt auch keine Kapazitäten mehr aufnehmen. Immerhin haben wir ja in Duisburg gesehen, was dabei heraus kommen kann, wenn die Kapazitäten überschritten werden.


  27. Hombertho, da hast du wirklich Recht. Bei so vielen Besuchern hat Coburg wirklich keine Werbung nötig. Da kann man nur hoffen, dass beim jährlichen Menschenauflauf nichts passiert. Ich gehe mal davon aus, dass durch Duisburg viele Veranstalter zukünftig aber besser aufpassen.

    Vermutlich erhält die Coburger Lokalpresse eine Presse-Akkreditierung. Denn Neue Presse und Coburg Tagblatt berichten breit über dieses Event. Und im Internet arbeiten beide sogar zusammen. Wenn ich mir die Berichte unter http://www.infranken.de/nc/nac.....59714.html und http://www.infranken.de/nc/nac.....59628.html anschaue, so sind diese eher dürftig ausgefallen. Das kannst du deutlich besser! Und auch deine Bilder gefallen mir sehr gut!

    Hast du schon mal versucht mit der Presse zusammen zu arbeiten?


  28. @Bernhard: Ich hoffe doch, dass viele Veranstalter daraus Ihre Lehre gezogen haben und nicht nur das Geld sehen. Bis jetzt ist ja noch nicht klar, wer am Ende dann auch zur Verantwortung gezogen wird.

    Copics war auch mit am Start: http://www.copics.de/index.php.....Itemid=211 infranken bzw der Fränkische Tag sind nicht gerade bekannt für eine gute Zeitung. Aber es sind neben deinen aufgezählten Tagesblättern die großen hier in der Region. Das wäre auch der Hammer, wenn diese keine Presse-Akkreditierung bekommen würden ;-)

    Mit der Presse habe ich bis jetzt noch nie direkt gearbeitet. Es gab ja mal so eine Ausgabe, wo die Welt ein paar Blogger eingeladen hatte eine Ausgabe, “Die Welt Kompakt” zu erstellen. Das Projekt schien aber nicht so gut gelaufen zu sein.


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