Blogparade: Richtig Blitzen – Minimalistisches Blitzsetup
Olli hatte mal vor einiger Zeit zu einer Blogparade “Richtig Blitzen – Dein Beitrag zum Umgang mit dem Blitz” aufgerufen hatte. Nun finde ich auch endlich Zeit meinen Beitrag dazu zu leisten. Wobei ich zu dem ersten Teil “Richtig Blitzen” nicht viel sinnvolles beitragen kann. Aber zu dem Teil, wie ich mit dem Blitz umgehe. Da ich eine Nikon D700 besitze und mein Linsen-Portfolio auf Lichtstarke Objektive mit Werten von maximal 2.8f ausgelegt habe verzichte ich oft auf einem Blitz und nutze das “available Light”. Den internen Blitz mein Nikon D700 benutze ich nie. Das fällt mir im Moment auch nicht besonders schwer, da er aktuell kaputt ist
Zum Blitzen benutze ich sehr gerne meinen Nissin DI-866. Ein echt toller Blitz und eine günstige Alternative zu den Systemblitzen von den Kameraherstellern. Mit dem Blitz kann man auch problemlos ganze Kellergewölbe ausleuchten. Aber nicht nur dass, sondern man kann mit dem Systemblitz auch ein Shooting mit minimalistischen Blitzsetup durchführen.
Dieses Bild entstand nur mithilfe des Nissin DI-866 mit folgenden Einstellungen:
Kamera: f5.0 – 1/60s – ISO 200 – 70mm
Motivabstand: 1,68m (Ich war auf einer Leiter gestanden)
Blitzeinstellung: iTTL +/-0 Korrektur – Subflash 1/8 Leistung
Nachbearbeitung: B/W – Weniger Kontrast – Mehr Helligkeit – Crop
Trotz des einfachen Blitzsetup sieht man keinen störenden Schlagschatten. Lediglich das Leuchten in den Augen lässt vermuten, dass hier geblitzt wurde (natürlich auch die Exif Daten
). Dieses Leuchten könnte man ganz einfach mit Lightroom heraus filtern, aber ich finde es gerade bei diesem Bild interessant. Es hat trotz dem geringen Aufwand bei dem Postprocessing auch etwas von High-Key-Fotografie.
Hier noch ein weiteres Foto:
Kamera: f5.0 – 1/60s – ISO 200 – 102mm
Motivabstand: 2,34m (Ich war auf einer Leiter gestanden)
Blitzeinstellung: iTTL +/-0 Korrektur – Subflash 1/8 Leistung
Nachbearbeitung: B/W – Weniger Kontrast – Mehr Helligkeit – Crop
Bei diesem Bild habe ich mal das Leuchten der Augen mithilfe von Lightroom entfernt.
So ein Systemblitz mit Subflash ist schon ein feine Sache und man spart sich ab und zu auch mal ein aufwendiges Blitzsetup. Seitdem ich meinen Nissin DI-866 habe benutze ich mein wireless Blitzsetup fast gar nicht mehr. Auch mein selbstgebauter Ringblitz, der es in die in die Fotopraxis 05/09 geschafft hatte, liegt nur noch im Schrank. Das ist aber eher der Tatsache geschuldet, dass ich mein damaliges Objektiv nicht FX tauglich war und verkauft werden musste.
Da muss ich mir mal bei Gelegenheit wieder mal einen neuen Ringblitz basteln


Ha – ich verwende auch den gleichen Blitz. Bin auch vollends damit zufrieden und hab bisher auch keinerlei Probleme damit.
PS: Es gibt seit ein paar Tagen ein Update für dieses Gerät, hab mich selbst aber noch nicht getraut :)
Hallo Thomas,
auch ich, genauso wie MacSchlumpf, benutze den Nissin, auf deine Empfehlung hin!
Und bin auch super zufrieden damit, mittlerweile habe ich mir einen Funkauslöser für den Blitz gegönnt, auch von dir!
Und deine Bilder, mal wieder der Hammer!
Gruß
Matthias
Schöne Fotos..
Also ich nutze so gut wie nie einen Blitz, mache aber ja auch eher Schnappschüsse als Studiofotos..
Wollte eigentlich auch nur Deine Fotos loben.. Ist das etwa Frau Hombertho da auf den Bildern?
Es gibt immer Gründe, den Blitz auf der Kamera zu lassen – aber wenn es sich verhindern lässt, gehört der Blitz NICHT auf die Kamera, denn es ergibt sich immer (selbst beim bouncen über Wände/Tshirt/wasweisich) eine doch sehr flache und langweilige Beleuchtung.
Man sieht das auf den Bilder sehr gut, sind sie doch schattenfrei und dadurch relativ “flach” – erst Schatten erzeugen Tiefe.
Ein kleines TTL Kabel wirkt hier Wunder, es reicht schon oft den Blitz nur ca 1m weiter rechts o. links vom Objektiv zu halten. Der Unterschied ist extrem
@MacSchlumpf: Danke für den Hinweis. Das werde ich doch glatt mal installieren und ausprobieren. Ich habe da keine Angst
@Matthias: Freut mich das du auch zufrieden bist und danke für das Lob. Ich wollte mal was neues ausprobieren.
@Matthias: Auch für unterwegs ist so ein Aufsteckblitz Gold Wert. Dafür habe ich auch hauptsächlich meinen Aufsteckblitz gekauft. Für Studio habe ich normalerweise ein anderes equipment. Aber in dem Fall wollte ich einfach mal was neues probieren.
Danke für das Lob und es ist Freundin hombertho
@Daniel: Ein TTL Kabel habe ich mir auch mal zugelegt. In dem Fall sollte es einfach nur schnell gehen, weil meine Freundin unbeidngt noch ein paar neue Profilfotos haben wollte. Ich finde dafür sind die Fotos recht passabel geworden. Ich werde mich demnächst mal wieder etwas intensiver mit der Blitzthematik beschäftigen. Ich habe hier ja drei verschiedene Blitze, die mittels Funk gesteuert werden können. Aus zeitlichen und auch räumlichen Gründen liegt das ganze Equipment leider schon etwas länger im Schrank.
Aber ich verfolge ja auch schon länger dein Studioprojekt und wollte das schon längst mal auch ausprobieren.
ja ich hab auch so einen aufsteckblitz, aber bin meist zu faul das teil mitzunehmen, bzw rauszuholen..
das nutze ich wirklich nur innen wenn es gar nicht anders geht..
dann liebe grüße an freundin hombertho ;)
Naja, als Sony-Nutzer habe ich ja den alten Blitzschuh von KoMi geerbt. Also Nissin nur mit Adapter, was die ganze Sache aber gerne kippelig macht.
Ansonsten versuche ich aber auch so weit es geht auf Blitz zu verzichten. Liegt aber auch zum Teil daran, das ich mich mit dem Blitzen noch nicht sooo ausführlich beschäftigt habe und noch ein wenig unsicher dabei bin. Aber ich bin dabei es zu ändern. ;)
Die Bilder sehen gut aus. Bis ich soweit bin dauert es noch etwas. ;)
@Matthias: Werde ich ausrichten
@Chris: Danke, habe auch nur ein bisschen herum experimentiert. Große Blitzkunst ist das sicherlich auch nicht. Ich müsste eigentlich auch viel mehr blitzen. Das mit dem Blitzschuh ist natürlich blöd. Gibt es keine anderen günstigeren Alternativen. Von Metz oder so.
Hallo Hombertho,
ich finde es nicht schlimm, wenn durch das Leuchten in den Augen (catchlight) die Verwendung eine Blitzes “verraten” wird. Genauer: ich finde es wichtig, dass die Augen dieses sogenannte Catchlight aufweisen, denn durch dieses Licht werden die Augen lebendig. Das Fehlen dieses Catchlights ist der absolute Killer für das zweite Foto. Für die Verwendung eines Blitzes sollte man sich niemals so sehr schämen, dass man seinem Objekt die Lebendigkeit nimmt. Schau dir zum Beispiel Reklamefotos mit Models an. In den Augen sieht man immer ein Catchlight.
Das Catchlight muss nicht zwangsläufig durch einen Blitz erzeugt werden. Wenn die Umstände günstig sind, kann auch durch das Umgebungslicht das Catchlight erzeugen. Nur, wenn es eben nicht da ist, dann sollte man eben mit einem Blitz, Reflektor, etc. nachhelfen.
Ein paar Bemerkungen zu “available light”. Auch bei strahlendstem Sonnenschein lohnt es sich, den Blitz hervorzukramen, wenn man Personen fotografiert. Der Klassiker: Wie bekomme ich es hin, eine Person an einem Sommertag korrekt zu belichten, ohne den Himmel komplett überzubelichten?
Niemand möchte den Blitz so verwenden, dass die fotografierte Person aussieht wie ein Reh, dass in das Fernlicht eines herannahenden Sportwagens blickt. Blitzfotos sehen oft so aus, müssen aber nicht so aussehen. Es erfordert Übung und Kreativität, diese Art von Reh-im-Fernlicht-Fotos zu vermeiden. Außerdem ist es möglich, den Blitz so einzusetzen, dass das vorhandene Licht nicht totgeblitzt wird. Es ist möglich, den Blitz und das Umgebungslicht in die richtige Balance zu setzen und schöne Fotos zu erzeugen, die ohne Blitz nicht möglich gewesen wären.
Natürlich hat auch “available light” Fotografie ihren Reiz und ihre Berechtigung. Es sollte aber nicht so weit gehen, dass man sich der Blitzfotografie verschließt oder gar schämt.
Soweit mein Plädoyer für den Einsatz eines Blitzes.
@Jan: Danke für dein ausführliches Plädoyer
Zum Thema Blitzen fehlt mir einfach noch die Erfahrung. Man sollte sich auf keinem Fall schämen den Blitz zu verwenden. Selbst bei strahlenden Sonnenschein habe ich schon sehr viele geniale Fotos gesehen, die geblitzt wurden. Das gab einen richtig genialen Effekt. Das wollte ich auch schon lange mal probieren. Bis jetzt hat sich aber leider noch nicht die Möglichkeit geboten. Der Vergleich mit dem Reh ist gut und trifft es auf den Punkt